Videocall zwischen dem AEG und Israel

Herr Yehuda hält Vortrag zum Judentum für unsere 7er

Ende April 2025 durften die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 erneut an einem besonderen Online-Vortrag aus Israel teilnehmen. Nachdem das Projekt in den vergangenen Jahren bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften auf große Begeisterung gestoßen war, konnte der Vortrag auch in diesem Jahr wieder stattfinden und hat inzwischen bereits Tradition am Albert-Einstein-Gymnasium. Im Auftrag des Vereins zur Förderung des interreligiösen Dialogs an Bildungseinrichtungen e.V. gestaltete in diesem Jahr Herr Yair Ben Yehuda den Vortrag. Er lebt seit rund 20 Jahren in Jerusalem und gewährte den Schülerinnen und Schülern spannende und sehr persönliche Einblicke in das Leben und den Glauben des Judentums. Besonders interessant war dabei seine eigene Lebensgeschichte: Herr Yehuda ist ursprünglich nicht als Jude geboren worden, entschloss sich jedoch, nach Israel auszuwandern, weil er sich in Land und Leute verliebt hatte. Dort lernte er Hebräisch über ein Programm der israelischen Armee und trat schließlich selbst zum Judentum über. Dabei schilderte er eindrucksvoll den langen und anspruchsvollen Weg der Konversion, der mit einer Art „Abschlussprüfung“ vor drei Rabbinern endet, die entscheiden, ob jemand bereit ist, Jude zu werden. Gerade diese persönlichen Erfahrungen machten den Vortrag besonders authentisch und lebendig.

Im Verlauf des Vortrags erklärte Herr Yehuda unter anderem, wer nach jüdischem Verständnis als Jude gilt, und stellte den Schülerinnen und Schülern die Stadt Jerusalem näher vor. Zudem zeigte er eine Thora-Rolle und erläuterte deren Bedeutung. Weitere Themen waren die jüdischen Gesetze und deren Auslegung, das Glaubensbekenntnis, die Bedeutung Zions sowie der Schabbat. Ein kurzer Film zur Feier des Schabbats vermittelte den Schülerinnen und Schülern anschauliche Einblicke in das religiöse und familiäre Leben gläubiger Juden. Besonders spannend waren außerdem die zahlreichen Parallelen zwischen Judentum und Christentum, die Herr Yehuda aufzeigte.

Im Anschluss beantwortete Herr Yehuda ausführlich und sehr kompetent die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dabei interessierten sich die Jugendlichen unter anderem dafür, ob es im Judentum eine andere Zeitrechnung gibt, ob Kinder Wein trinken dürfen, wie man Rabbiner werden kann, ob wegen des Krieges derzeit mehr oder weniger Menschen die Synagoge besuchen, ob am Schabbat Elektronik benutzt werden darf und ob es im Judentum ebenfalls eine Art Fastenmonat gibt.

Durch seine offene, sympathische und authentische Art gelang es Herrn Yehuda, die Schülerinnen und Schüler für das Judentum zu begeistern und ihnen wertvolle Einblicke in Religion, Kultur und Alltag in Israel zu vermitteln. Der Vortrag leistete damit erneut einen wichtigen Beitrag zu gegenseitigem Verständnis, Toleranz und interreligiösem Dialog.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 sowie die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer würdigten den Vortrag einhellig als äußerst informativ und als wertvolle Bereicherung des Unterrichts. Das Albert-Einstein-Gymnasium würde sich sehr freuen, wenn dieses besondere Projekt auch im kommenden Jahr erneut stattfinden könnte.

Das Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen bedankt sich herzlich bei Herrn Yehuda für den spannenden und eindrucksvollen Vortrag sowie für die angenehme Zusammenarbeit. Ebenso gilt der Dank dem Verein zur Förderung des interreligiösen Dialogs an Bildungseinrichtungen e.V. und der Sparkasse Saarbrücken, die das Projekt unterstützt und den Schulen die Teilnahme ermöglicht.