Albert Einstein
(*14.03.1879 †18.04.1955)
"Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig"

Albert
Einstein wurde am 14. März 1879 in der Ulmer Bahnhofstraße geboren. Er wuchs
in einer nicht strenggläubigen deutsch-jüdischen Mittelstandsfamilie heran.
Seine Eltern waren Herrmann und Pauline Einstein.
1881 wurde
Einsteins Schwester Maria, genannt Maja, geboren. Ob Albert selbst schon zu
dieser Zeit an die Isar kam oder erst als Sechsjähriger 1885 ist unter
Historikern umstritten. Gesichert ist dagegen, dass die Familie ein Gebäude im
Hinterhof der Adlzreiterstraße 12 oder 14 bewohnte (heute Anwesen Lindwurmstraße
127 in München-Sendling).
Eine auffällige
Hochbegabung war in seiner Kindheit nicht
abzusehen. So begann Albert erst im Alter von drei Jahren zu sprechen. In der
Schule war er ein aufgeweckter, bisweilen gar aufmüpfiger Schüler. Seine
Leistungen waren gut bis sehr gut, weniger in den Sprachen, herausragend jedoch
in den Naturwissenschaften. Einstein las populärwissenschaftliche Bücher und
verschaffte sich selbst einen Überblick über den Forschungsstand.
1884
begann er mit dem Violinspiel und erhielt Privatunterricht.
Von 1885
bis 1888 besucht Albert die katholische Volksschule. Obgleich seine Eltern
Freidenker waren, erhielt er zu Hause jüdischen Religionsunterricht.
Von 1888
bis 1894 war Einstein Schüler am Luitpold-Gymnasium in München.
Die
gemeinsame Firma von Vaters und Onkels war inzwischen bankrott gegangen, die Familie
1894 nach Mailand weitergezogen. Sechs Monate später verließ Albert, der zunächst
in München geblieben war, das
Gymnasium ohne Abschluss und reiste seinen Eltern nach. Er gab seine deutsche
Staatsbürgerschaft auf, um dem Armeedienst zu entgehen, blieb somit aufs Erste
staatenlos und trat aus der jüdischen
Religionsgemeinschaft aus.
2. Der berufliche Werdegang Einsteins
2.1 Die Schweizer Zeit
Dem Wunsch
seines Vaters, Elektrotechnik zu studieren, kam Einstein nicht nach. Stattdessen
folgte er dem Hinweis eines Freundes der Familie und bewarb sich um einen
Studienplatz am Zürcher Polytechnikum, der heutigen Eidgenössischen
Technischen Hochschule. Da er kein Abiturzeugnis hatte, musste er im Sommer 1895
eine Aufnahmeprüfung ablegen, die er jedoch nicht bestand. Statt der
notwendigen intensiven Vorbereitung hatte er Reisen durch Norditalien den Vorzug
gegeben. So meisterte er zwar den naturwissenschaftlichen Teil mit Bravour,
seine Allgemeinbildung ließ jedoch zu wünschen übrig. Auf Vermittlung des von
ihm überzeugten Rektors und Physikers Heinrich Weber besuchte er im Folgejahr
die liberal geführte Kantonsschule in Aarau und erwarb dort die Matura. Während
dieser Zeit kam er bei der Familie Winteler unter, deren Sohn Paul 1910 seine
Schwester Maja heiraten sollte.
Mit Beginn
des akademischen Jahres 1896 nahm er sein Studium am Polytechnikum auf und wird
auf eigenem Wunsch aus dem württembergischen und damit auch aus der preußischen
Staatsangehörigkeit entlassen.
Über sein Studium schrieb er:
"Um ein guter Student zu sein, muss man eine Leichtigkeit der Auffassung haben; Willigkeit, seine Kräfte auf all das zu konzentrieren, was einem vorgetragen wird; Ordnungsliebe, um das in den Vorlesungen Dargebotene schriftlich aufzuzeichnen und dann gewissenhaft auszuarbeiten. All diese Eigenschaften fehlten mir gründlich, was ich mit Bedauern feststellte. So lernte ich allmählich, mit einem einigermaßen schlechten Gewissen in Frieden zu leben und mir das Studium so einzurichten, wie es meinem intellektuellen Magen und meinen Interessen entsprach. Einigen Vorlesungen folgte ich mit gespanntem Interesse, sonst aber schwänzte ich viel und studierte zu Haus die Meister der theoretischen Physik mit heiligem Eifer."
Einstein
verließ die Hochschule 1900 mit einem Diplom als Fachlehrer für Mathematik und
Physik. Seine Bewerbungen auf Assistentenstellen am Polytechnikum und anderen
Universitäten waren jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Er unterrichtet zunächst
als Hauslehrer in Winterthur, Schaffhausen und schließlich in Bern.
1901
erhielt er das Schweizer Bürgerrecht im Kanton Zürich. Seine erste
wissenschaftliche Veröffentlichung erschien in den „Annalen
der Physik“.
Anfang
1902 fand Einstein eine Anstellung am Eidgenössischen Patentamt in Bern.
Erst nach
dem Tod seines Vaters Anfang 1903 heirateten die beiden – gegen den Willen der
Familien – am 6. Januar 1903 in Bern. Mit
Mileva hatte er die Söhne Hans
Albert (1904–1973) und Eduard (1910–1965). Erst 1987 wurde durch die Veröffentlichung
privater Korrespondenz publik, dass dem schon im Januar 1902 die Geburt der
unehelichen Tochter Lieserl vorausgegangen war, zu einem Zeitpunkt, als die
Mutter bei ihren Eltern in Serbien
Außerdem
schloss sich Einstein in diesem Jahr mit Conrad Habicht und Maurice Solovine zur
„Akademie Olympia“ zusammen, einer „Denkergemeinschaft“, die sich zu
wissenschaftlichen Leistungen gegenseitig anspornen wollte.
Von
Oktober 1903 bis Mai 1905 wohnte Einstein in der Berner Kramgasse 49 – heute
das Einstein-Haus Bern, ein Museum. In Bern entstanden fünf 1905 bahnbrechende
Publikationen Einsteins.
Deshalb
nennt man dieses Jahr auch Einsteins „Annus mirabilis“ (Wunderjahr).
Er brachte
unter anderem eine Publikation über die „Lichtquanten-Hypothese" heraus.
Der photoelektrische Effekt behandelt das Freisetzen
elektrisch geladener Teilchen aus einem Material, wenn jenes von einer
elektromagnetischer Strahlung - etwa Licht - getroffen wird.
Einstein gelang es darin 1905 theoretisch nachzuweisen, dass
eine Beschreibung des Lichts durch Lichtquanten (Photonen genannt), den Effekt
gut erklären kann:
Trifft ein Photon auf eine
metallene Oberfläche auf, so gibt es seine vollständige Energie an ein
Metallelektron ab. Ist die Energie ausreichend zur Überwindung der
Austrittsarbeit, so verlässt das Elektron die Metalloberfläche. Überschüssige
Energie wird in kinetische Energie umgewandelt. Der photoelektrische Effekt gilt
als eines der Schlüsselexperimente zur Begründung der Quantenphysik, da sich
die Doppelnatur
des Lichtes nachweisen ließ.
.
Am 30.
April 1905 reichte er seine Dissertation
mit dem Titel "Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen" (Buchdruckerei
K. J. Wyss, Bern, 1905, Umfang 17 Seiten, DIN A5) an der Universität Zürich
bei den Professoren Kleiner und Burkhardt ein, wofür er am 15. Januar 1906 den
Doktortitel in Physik erhielt. Einstein beschreibt darin eine theoretische
Methode zur Bestimmung der Molekülgrößen und der Avogadrozahl.
Ebenfalls
1905 veröffentlichte Einstein das erste Mal seine "Spezielle
Relativitätstheorie"
in der Publikation über die Elektrodynamik bewegter Körper.
Die
„Spezielle Relativitätstheorie“ handelt
von Raum, Zeit und Bewegung. Seine Relativitätstheorie ist deshalb speziell,
weil sie sich mit der besonderen Situation der unbeschleunigten Bewegung
befasst, der Bewegung von Objekten, die weder ihre Geschwindigkeit noch ihre
Richtung ändern. Einstein sagt, dass es keinen absoluten Raum oder Zeit gibt,
sondern dass alles relativ ist in Bezug zu seinem Betrachter.
1907
entdeckte Einstein das Äquivalenzprinzip von Masse und Energie und in diesem
Jahr wurde Einsteins Habilitation an der Berner Universität zunächst
abgelehnt, erst im folgenden Jahr war er damit erfolgreich.
Albert Einstein erhielt 1908 sein erstes Kolleg als
Privatdozent an der Universität Bern, woraufhin er 1909 als außerordentlicher
Professor für Theoretische Physik an die Universität Zürich berufen wurde und
aus dem Patentamt ausschied.
1910 wurde
sein zweiter Sohn Eduard in Zürich geboren.
Im Jahre 1911 berechnete Einstein die Lichtablenkung im Gravitationsfeld der Sonne und erhielt daraufhin die Professor für Theoretische Physik an der Deutschen Universität in Prag.
2.2.
Einsteins Arbeit an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin
Doch schon 1912 kehrte er nach Zürich zurück, wo er an der
Eidgenössischen Technischen Hochschule (wo er 1895 die Aufnahmeprüfung nicht
bestanden hatte) forschte und lehrte.
Er wurde am Ende des Jahres 1913 in die Königliche Preußische
Akademie der Wissenschaften
aufgenommen, eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen der damaligen
Zeit, und als Professor ohne Lehrverpflichtung an die
Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin berufen.
Dorthin zog er 1914 mit seinen Söhnen und seiner Frau, die
jedoch im Juni wegen privater Differenzen bald wieder nach Zürich zurückkehrten.
Entgegen der allgemeinen Kriegsbegeisterung im Kaiserreich beim Ausbruch des
1.Weltkrieges 1914 unterzeichnet Einstein einen Aufruf gegen den Krieg, das „Manifest
an die Europäer“, und trat in den pazifistischen „Bund Neues
Vaterland“ ein, während sich viele anerkannte deutsche Forscher wie auch der
Physiker Max Planck zur
Unterzeichnung der Schrift „ An
die Kulturwelt“ hinreißen ließen.
Trotz des Krieges
gelang es Einstein, der von allen Lehrtätigkeiten
an der Universität befreit war, in Berlin Zeit und Ruhe zu finden um sein großes
Werk, über die Allgemeine
Relativitätstheorie zu Ende zu bringen. Er präsentierte die Schrift Anfang 1916. Im selben Jahr veröffentlichte er eine Arbeit über den
Einstein-de-Haas-Effekt.
1917 erschien
sein erster Artikel über Kosmologie und Einstein wurde zum Direktor des
Kaiser-Wilhelm-Institutes für Physik in Berlin ernannt.
Zwischen 1917 und 1920 pflegte seine Cousine Elsa Löwenthal (geb. Einstein; 1876-1936) den kränkelnden Einstein; es entwickelte sich eine romantische Beziehung. Angesichts dessen ließ sich Einstein Anfang 1919 von Mileva scheiden, wenig später erfolgte die Heirat mit Elsa. Sie brachte zwei Töchter mit in die Ehe.
Stellte auch das Scheitern der Ehe mit Mileva einen privaten Tiefschlag dar, in wissenschaftlicher Hinsicht war das Jahr 1919 äußerst erfolgreich für Albert Einstein. Die Royal Society und die Royal Astronomical Society in London gaben offiziell bekannt: Fotos, die während einer Sonnenfinsternis am 29.Mai nahe der Isle of Principe im Golf von Guinea aufgenommen werden konnten, bestätigen Einsteins Berechungen zur Lichtablenkung aus dem Jahr 1911.
Die Schlagzeilen in der „Times“ und in der „New York Times“ machten Einstein über Nacht berühmt. Die plötzliche Popularität sorgte fortan dafür, dass sich Einsteins Vorträge größter Beliebtheit erfreuten. Jeder wollte den berühmten Wissenschaftler in persona erleben.
Jedoch existierte
auch ein Lager erbitterter Gegner Einsteins unter der Führung des deutschen
Physikers Philipp
Lenard. Eine Veranstaltung der „Arbeitsgemeinschaft deutscher
Naturforscher zur Erhaltung reiner Wissenschaft e.V.“ in der Berliner
Philharmonie war der Auftakt zu überwiegend antisemitisch motivierten Angriffen
auf die Relativitätstheorie im Jahre 1920, durch welche die Vertreter der „deutschen
Physik“ sich gegen die „jüdische Physik“ abgrenzten.
In den Jahren 1920–1924 entstand auf Initiative von Erwin Freundlich, einem langjährigen Mitstreiter, der Einstein-Turm in Potsdam. Er diente seither astronomischen Beobachtungen, nicht zuletzt zu dem Zwecke, Einsteins Theorien einer weiteren Überprüfung zu unterziehen.
Die Popularität schuf für Albert Einstein auch die Möglichkeit viele unterschiedliche Persönlichkeiten und Gesellschaft, Wissenschaft und Politik kennen zu lernen .Angeregt von Karl Blumenfeld begann Einstein, sich für den Zionismus zu interessieren. 1921 reiste Einstein mit Chaim Weizmann , der 1920 Präsident des zionistischen Weltkongresses geworden war, zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten, wo er Spenden für die zu gründende Hebräische Universität Jerusalem sammelte und an der Universität Princeton Vorlesungen über die Relativitätstheorie hielt.
Außerdem wurde ihm
1921 der Nobelpreis
für Physik für seine Arbeiten zur Erklärung des
Photoeffekts ("for his services to Theoretical Physics, and especially for
his discovery of the law of the photoelectric effect")zugestanden, die
Verleihung fand jedoch erst 1922 statt. Das Preisgeld musste er seiner geschiedenen Frau
Mileva und
seinen Söhnen zukommen lassen.
Im Jahre 1922 legte Einstein seine erste Arbeit über die einheitliche Feldtheorie vor. Sein Besuch in Paris trug, vier Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, zur Normalisierung der deutsch-französischen Beziehungen bei. Einstein wurde Mitglied des „Komitees für geistige Zusammenarbeit“ im Völkerbund. Eine mehrmonatige Reise brachte ihn nach Japan und China, wo er akademische und populäre Vorträge hielt.
Von Japan kommend besuchte Einstein 1923 Palästina. Er hielt einen Vortrag, die erste Vorlesung am zukünftigen Standort der Hebräischen Universität Jerusalem und wurde zum ersten Ehrenbürger von Tel Aviv ernannt. Über Spanien kehrte er nach Berlin zurück. Im Juni reiste er zu seinem Nobelpreis-Vortrag nach Göteborg, Schweden. Die erste Sammlung wissenschaftlicher Aufsätze der Hebräischen Universität erschien, Einstein war der Herausgeber.
1925 reiste der Physiker nach Südamerika und hielt Vorträge in Argentinien, Brasilien und Uruguay. Auch wurde er Mitglied im Kuratorium und im Akademischen Rat der Hebräischen Universität Jerusalem.
1927 trat Einstein in eine intensive Auseinandersetzung mit Niels Bohr über die Grundlagen der Quantenmechanik.
Infolge körperlicher Überanstrengung zog Einstein sich
1928 eine
Herzerkrankung zu, deren Genesungsprozess fast ein Jahr dauerte.
1929, nach seinem 50. Geburtstag, ließ er sich in der
Gemeinde Caputh bei Potsdam ein Sommerhaus vom Architekten Konrad Wachsmann
erbauen.
Ein wenig in
Vergessenheit geraten ist Einsteins Talent als Erfinder. So wurde ihm im Jahr
1930 das Patent für eine Kältemaschine, ein Kühlschrank neuen Prinzips,
zugesprochen.
2.3.
Einstein in den USA – sein Wirken in Princeton
In den Jahren 1930 bis 1932 hielt sich Einstein während der
Wintersemester vor allem am California Institute of Technology in Pasadena, im
Sommer in seinem Landhaus in Caputh bei Potsdam auf.
Er tauschte 1932 mit Siegmund Freud Gedanken über die
Ursachen von Kriegen aus und wurde als Professor ohne Lehrverpflichtung an das
Institute for Advanced Study, Princeton, berufen und plante, die Hälfte des
Jahres dort, die andere Hälfte in Berlin zu verbringen. Als Einstein und seine
Frau jedoch im Dezember 1932 Caputh verließen, um zu einer dritten
Vortragsreise in die USA zu fahren, hatten sich die politischen Verhältnisse in
Deutschland stark verändert. Bei den Wahlen 1932 etablierten sich die
Nationalsozialisten als stärkste politische Partei, und im Januar 1933 kam es
zur nationalsozialistischen Machtergreifung. Bedingt durch die politischen
Machtverhältnisse und die damit verbundenen Geschehnisse im Nazi-Deutschland
nach 1933 hat er danach nie wieder deutschen Boden betreten.
Im März 1933 erklärte Einstein seinen Austritt aus der Preußischen
Akademie der Wissenschaften und brach alle Kontakte zu deutschen Institutionen
ab, mit denen er jemals zu tun hatte. Er gab seine deutsche Staatsbürgerschaft
auf, die ihm als preußischem Beamten und Mitglied der Preußischen Akademie
1913 automatisch zuteil geworden war (der Nobelpreis wurde dem „Preußen“
Einstein verliehen).
Eine Sammlung seiner nicht-wissenschaftlichen Aufsätze unter
dem Titel „Mein Weltbild“ erschien 1934. Große Teile dieser Schriften
liegen in digitalisierter Form vor (Einstein
Archives Online - Digitized Manuscripts).
1935 wurde das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon veröffentlicht
(„Wurmlochtheorie“)
Vom August 1935 bis zu seinem Tod lebte Einstein in der
Mercer Street 112 in Princeton. Die Stadt bildete damals einen Mikrokosmos der
modernen Forschung. Einstein befasste sich bald mit der Suche nach der
Einheitlichen Feldtheorie, welche seine Feldtheorie der Gravitation (die
Allgemeine Relativitätstheorie) mit der des Elektromagnetismus vereinigen würde.
Bis zu seinem Tode mühte er sich vergeblich, die so genannte Weltformel zu
finden. Bis heute war dieses Glück noch keinem Forscher vergönnt. 1938
publizierte Einstein zusammen mit Leopold Infeld „Die Physik als Abenteuer der
Erkenntnis“.
.Im Jahr 1936 war Einsteins Ehefrau Elsa gestorben.
1939 zog seine Schwester Maja zu ihm in die Mercer Street, jedoch ohne ihren
Mann Paul, weil dieser keine Einreisegenehmigung erhalten hatte. Maja lebte dort
bis zu ihrem Tod im Jahre 1951 in Princton.
Seit 1939 wütete
in Europa der 2. Weltkrieg.
Aus Angst davor,
dass in Deutschland an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet würde,
unterzeichnete Einstein am 2. August 1939 einen Brief an den amerikanischen Präsidenten
F.D. Roosevelt, um ihn auf die Möglichkeit einer atomaren Gefahr hinzuweisen.
In dem Brief wies er den Präsidenten auf die militärische Bedeutung der
Atomenergie hin und schlug diesem vor, dass die USA ihre kerntechnischen
Forschungen forcieren sollten. Dies war die einzige direkte Beteiligung
Einsteins im Zusammenhang mit der Atombombe.
1941 wurde das „Manhattan Project“ zur Entwicklung der
Atombombe ins Leben gerufen. Einstein war nicht beteiligt, da er nicht zuletzt
wegen seiner pazifistischen Einstellung und der Befürwortung sozialistischen
Ideenguts als Sicherheitsrisiko gilt. Dies ist umso bemerkenswerter, da Albert Einstein 1940
amerikanischer Staatsbürger geworden war (aber sein Schweizer Bürgerrecht
behielt er).
1943 zog die
US-Navy Einstein als Berater in der Abteilung für Forschung und Entwicklung
(Forschungsgruppe Munition und Sprengstoffe) heran.
Unter dem Eindruck der verheerenden Folgen der Atombombenabwürfe
wurde Einstein 1946 Vorsitzender des Emergency Commitee of Atomic Scientists,
dessen Ziele Rüstungskontrolle und die Förderung der friedlichen Nutzung von
Kernenergie einsetzt. Öffentlich trat er nun und in den nächsten Jahren immer
wieder für eine Weltregierung ein, deren Hauptziel die Friedenssicherung und
friedliche Koexistenz der Völker sein sollte.
Im August 1948 starb Einsteins erste Frau Mileva Maric in Zürich,
er selbst musste sich im Dezember des gleichen Jahres einer Unterleibsoperation
unterziehen.
1949 erschien Einsteins 1946 entstandene Schrift
„Autobiographisches“.
Das Bändchen
„Out of My Later Years“ vereinigte Einsteins nichtwissenschaftliche Aufsätze
und Reden der vorangegangenen 20 Jahre im Jahre 1950.
1952 wurde Einstein nach Chaim Weizmanns Tod die Präsidentschaft
des Staates Israel angetragen.
1953 sprach
Einstein sich öffentlich für zivilen Ungehorsam gegenüber dem Senatsausschuss
für „unamerikanische Umtriebe“ aus.
Die letzten eineinhalb Jahre seines Lebens verbrachte Einstein mit der Bibliothekarin Johanna Fantova, deren Tagebuch, entdeckt im Jahre 2004, Aufschluss über einige Details gab. Er verglich sich demnach mit „einem alten Auto, das voller mechanischer Probleme ist“. Trotz seiner Gebrechen fand er auch noch kurz vor seinem Tod die nötige Kraft, um für seine Vision vom Weltfrieden einzutreten. So unterzeichnete er 1955 zusammen mit zehn weiteren namhaften Wissenschaftlern das so genannte Russell-Einstein-Manifest zur Sensibilisierung der Menschen für die Abrüstung.
Frieden und Freiheit verloren.
3.Die Familie von Albert Einstein
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| Vater Hermann Einstein |
Am 8. August 1876 heiratete er die erst 18jährige Pauline Koch (1858-1920) in Cannstatt, Württemberg. Nach der Hochzeit wohnte das junge Paar in Ulm, wo Hermann
Teilhaber an der Bettfedernhandlung seiner Vettern Moses und Hermann Levi wurde. In Ulm kam am 14. März 1879 ihr Sohn Albert (1879-1955) zur Welt. Auf Initiative von Hermanns Bruder Jakob zog die Familie im Sommer 1880 nach München, wo die beiden Brüder gemeinsam eine Elektrotechnische Firma gründeten. Hermann war der Kaufmann und Jakob der Techniker in der Firma. In München wurde am 18. November 1881 das zweite Kind von Hermann und Pauline, die Tochter Maria - genannt Maja - (1881-1951), geboren.
1894 verlegten die Brüder ihre Firma nach Pavia, Italien. Hermann, Pauline und Maja siedelten im selben Jahr zuerst nach Mailand und ein Jahr später ebenfalls nach Pavia über. Albert blieb bei Verwandten in München, um dort seine Schulausbildung zu beenden.
Auf Grund der schlechten Geschäftslage mussten Hermann und Jakob 1896 ihre Fabrik aufgeben. Obwohl die Familie Hermanns den größten Teil ihres Geldes verloren hatte, gründete er, ohne seinen Bruder, erneut eine Elektrotechnische Firma in Mailand. Finanziell unterstützt wurde er hierbei von seiner Verwandtschaft. Obwohl dieses Mal die Geschäfte besser gingen, machte sich Hermann ständig "Sorgen wegen des leidigen Geldes". Diese Sorgen gingen nicht spurlos an ihm vorbei. Seine Gesundheit hatte dadurch in den letzten Jahren stark gelitten. Er starb am 10. Oktober 1902 im Alter von 55 Jahren in Mailand an einem Herzleiden.
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| Mutter Pauline Einstein |
"Die Ehe ist der erfolglose Versuch, einen Zufall zu etwas Dauerhaftem zu
machen".
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| Ehefrau Mileva Einstein-Maric |
Eduard "Tete" Einstein, 2.Sohn
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| Eduard Einstein, 2.Sohn |
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| Seine jüngere Schwester Maria (Maja) Winteler - Einstein |
Quellenverzeichnis:
2005, 11FE des Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen, von Laura Pack, Rebecca Schampel, Thorsten Hümbert